Test des Vanguard-Shapes in Heidkate / Kiel

Strapless Kitesession in Heidkate

Gestern kam wieder das neue 5,6′ Kite-Surfboard zum Einsatz. Der Wind war leider sehr unstetig und variierte zwischen 13 und 20 Knoten. Der 9m² North NEO war ein guter Kompromiss.

Ein paar Fotos und Erkenntnisse der gestrigen Session…

Kabbelpiste und wechselnde Windbedingungen

Die Bedingungen waren sehr kabbelig, wie man sie bei Westwind-Tagen häufig an der Kieler Ostsee vorfindet. Insgesamt war es nicht der beste Tag, um ohne Fußschlaufen zu fahren, aber man kann dadurch besser die Standposition variieren und erkennen, ob die Fußschlaufen-Plugs an den richtigen Stellen positioniert sind.

Ich gewöhne mich langsam an den Shape des Boards. Generell ist es viel einfacher zu fahren als klassische Surfboards. Halsen gelingen quasi immer, dank der großen Gleitfläche und der ausgewogenen Volumenverteilung liegt das Brett extrem stabil im Wasser. Auch in den schwächeren Windphasen am gestrigen Tag glitt es brav weiter – ich musste das Gewicht nur weiter nach vorne verlagern.

Durch die große Gleitfläche und die  Konkave des Modern Planing Hull-Shapes fühlt sich das Surfboard tatsächlich zwei  Nummern größer an. Es hat den Auftrieb eines 5,10′ oder 6,0′, jedoch ohne nennenswerte Abstriche bei der Wendigkeit.

Das breite Tail muss in Halsen etwas energischer belastet werden. Teilweise versetzte ich meinem Fuß sogar näher an der Kante, um mehr Druck aufbauen zu können. Dafür muss man in der Standposition in der Längsachse nicht so stark verändern wie bei klassischen Waveboards. Durch die stärkere, gezielte Belastung der Rails und das Versetzen der Füße in der Querachse ergibt sich deswegen ein etwas „eckiger“ Fahrstil. Belastungswechsel von Rail zu Rail sind nicht ganz so flüssig und harmonisch wie bei Surfboards  mit runden Outlines und schmalen Tails, sondern wirken etwas aggressiver. Es hat beides seinen Reiz.

Fazit: Der Vanguard-Shape ist vorläufig meine erste Wahl für moderate, saubere Bedingungen. Bei stärkerem Wind, Kabbelwellen, und wenn ich echtes Surf-Feeling haben möchte, fahre ich lieber einen klassischen Wellenreiter.

Ich werde aber auf jeden Fall noch ein kleineres 5,2’er oder 5,4’er Board mit Vanguard-Shape bauen. Ich bin gespannt, ob sich meine Meinung dann ändert.

 

 

 

 

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