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Holz ja, aber nicht nur Surfboards

Willkommen zu meinem jährlichen Blog-Artikel!

Kleiner Scherz, aber es ist tatsächlich fast ein Jahr her, dass ich meinen letzten richtigen Artikel geschrieben habe. Auch die beiden Kork-Surfboards (Paipo 5,2′, Multichannel 5,10′) hatte ich bereits im Winter gebaut und die Artikel erst im Frühjahr veröffentlicht.

Aber die Schreibpause tat gut. Und ich habe sie genutzt für einige grundsätzliche Überlegungen sowie für diverse Planungen, die ich nun in die Tat umsetzen werde.

Tiny House Anhänger von Vlemmix
Tiny House Anhänger von Vlemmix

Tiny House on Wheels

Das wird in den nächsten Zeit hier den redaktionellen Schwerpunkt bilden.

Ich hatte schon vor Jahren über den Tiny House Trend gelesen, aber fand die publizierten Beispiele in der überwiegenden Zahl gruselig. Zu viele Materialien, zu viele Farben und in den meisten Fällen geht in den USA offenbar ohne monstermäßige Fullsize-Fridge und Farmhouse Sinks überhaupt nichts.

Dann sah ich in einem Design-Blog jedoch ein schlichtes Tiny House namens Roadhaus Wedge sowie etwas später das A45 von BIG aus Dänemark und von diesem Zeitpunkt an lies mich der Gedanke nicht mehr los.

Nun plane ich tatsächlich bereits seit rund eineinhalb Jahren an Konstruktion und Innenausbau herum. In der letzten Woche wurde der Anhänger geliefert und nun geht es endlich los.

MTB-Rahmen aus Paulownia-Holz
MTB-Rahmen aus Paulownia-Holz

Fahrradrahmen aus Holz

Wer meinen Instagram-Account folgt, hat im vergangenen Jahr schon das Foto gesehen. Leider hat sich herausgestellt, dass Paulownia überhaupt nicht für den Bau von Fahrradrahmen geeignet ist. Der MTB-Rahmen brach direkt bei der ersten kurzen Testfahrt. Aber nicht an einem Knotenpunkt sondern mitten durch das massiv ausgeführte Sattelrohr…

Von diesem Rückschlag abgesehen, haben wir jedoch beim Bau viel gelernt und die Rahmengeometrie passte. Von einigen, kleinen Details abgesehen, werden wir den Holzfahrradrahmen deswegen in der gleichen Konstruktionsart noch einmal bauen. Nur diesmal mit Eschenholz.

Nose des 5,2' Paipo-Surfboards aus Paulownia
Nose des 5,2′ Paipo

Surfboards

Selbstverständlich werde ich auch weiter Surfbretter bauen. Und diese auch weiterhin mit Holz, Flachsfaser und Kork. Die Kite-Directionalsmit Schaumkern aber auch wieder welche in Hollow-Wood-Bauweise.

Ich bin dieses Jahr einige Male mit meinem alten 5,8’er gefahren und war jedes Mal wieder begeistert von den Fahreigenschaften und von Tatsache, dass dieses einfache Hollow-Wood-Board nun bereits seit vier Jahren regelmäßig surfe und es immer noch gut aussieht. Und das ohne Glasfaser-Laminat! Die Decks bestehen nur aus furniertem Pappelsperrholz, die ich mit drei Schichten Bootslack versiegelt habe. Das schreit nach einer Neuauflage.

Also ihr merkt, an Ideen herrscht wahrlich kein Mangel. Ich freue mich, dass viele das Blog auch in den letzten Monaten besucht haben – auch wenn es redaktionell eine Flaute gab. Aber das wird sich nun wieder ändern.

Ich freue mich über eure Kommentare! Was haltet ihr von Tiny Houses und Fahrradrahmen aus Holz?

2 Antworten auf „Holz ja, aber nicht nur Surfboards“

Fahrradrahmen aus Holz, interessant, geht aber völlig an meinen Interessen vorbei. Denke aber auch mit Esche liegst Du richtiger als mit Paulownia, aber noch interessanter würde ich Bambus oder Eibe finden, beides Materialien, die sich durch hohe Festigkeit und Elastizität auszeichnen. (Bambus wird bei Fliegenruten und im Bogenbau verwendet, die Eibe ist der Klassiker bei englischen Langbögen)
Tiny Houses finde ich aber auch spannend, jedoch eher als Mobiles-, Übergangs- oder Feriendomizil. Wenn ich so manche Tiny House Videos auf Youtube sehe, dann ist zwar oft das „House“ klein, aber es wird umgeben von Schuppen, Unterständen, Naturkeller etc., wo dann die Dinge gelagert werden, die nicht mehr ins Haus passen. Ich denke alleine alles, was in Deiner Werkstatt ist, wird nicht in ein Tiny House passen.
Die dahinter steckende minimalistische Philosophie finde ich auch spannend, aber extrem minimalistisch ginge bei mir nicht wirklich. Je älter man wird, desto weniger brauch man zwar, aber minimalistisch ist das nicht wirklich.
Ich bin gespannt auf deine Umsetzung des Tiny Houses; und gehe davon aus, dass es auch dein Urlaubsdomizil am dänischen Kitesurfspot werden wird.
Viel Freude bei der Umsetzung, aber vergiß die Boards nicht!

Danke für das Feedback! Die Surfboards werden natürlich nicht vergessen. Ich baue gerade tatsächlich gerade noch drei Boards fertig, bevor ich richtig mit dem Hausbau loslege. Das Tiny House wird leider nicht in Dänemark stehen, aber ziemlich nah an der Ostsee.

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