Wing Foil Board (2. Shape)

Nachdem der PU-Kleber ordentlich ausgehärtet ist, mit dem ich den Surfblank aus SUP-Resten zusammen geklebt habe, kommt die spannende Phase des Shapens.

Ich habe aktuell leider noch keinen gut ausgeleuchteten Shape-Raum, weswegen ich mir mit Hilfslinien behelfe. Anhand der Markierungen bearbeitete ich den massiven Schaumblock und näherte mich so schrittweise der endgültigen Form an.

Unterwasserschiff des Wing Foil Boards

Bei den Unterwassersschiffen gehen die Meinungen der etablierten Shaper aktuell weit auseinander. Es gibt alle Abstufungen von flachen (Bsp.: Idiana) bis mehrfachkonkaven Unterwasserschiffen (Bsp.: Duotone), – und alle können es gut begründen. Auch bei den Outlines gibt es viele Philosophien, die von kurz und kastig (Bsp.: JP, Fanatic, Slingshot) bis zu breiten Surfboardformen (Bsp.: Naish, Norden, F-One) gehen.

Ich habe mich nach einigem Nachdenken für eine eigene Strategie entschieden. Die Rockerline ist harmonisch, wobei sie im vorderen Viertel stark ansteigt. Der Rocker im Heck ist minimal und es gibt zusätzlich einen Tailkick, um das Board anpumpen zu können.

Harmonische Rockerline mit Nosekick

Das Unterwasserschiff war schwierig zu shapen. Es geht im Bug mit einer tiefen Monokonkanve los, die ordentlich Wasser unter das Board drücken und so beim Start oder bei Aufsetzern für Auftrieb sorgen soll. Die Monokonkave geht dann harmonisch in ein vierfachkonkaves Unterwasserschiff über, die während der Start- oder Verdrängerphase (für Heimfahrten bei Flaute) für die notwendige Richtungsstabilität sorgt.

Oberdeck des Wing Foil Boards

Das Oberdeck ist im Vergleich sehr simpel geraten. Im Standbereich habe ich es minimal konkav gemacht, damit mit den Füßen etwas Orientierung hat und die Standposition besser abschätzen kann. Ich habe jedoch gerade beim Foil Festival in Schönberg gesehen, dass die meisten Hersteller deutlich ausgeprägtere Decks haben. Ausnahme waren die Boards von Idiana, die komplett flach waren. Diesbezüglich werde ich mir wohl einmal selbst Erfahrungen sammeln müssen.

Schlichtes Oberdeck mit ausbesserten Löchern
Schlichtes Oberdeck mit leichtem Bat-Tail

Anmerkung: Ich habe natürlich nicht draußen geshapt sondern in der Werkstatt. Draußen habe ich nur wegen des besseren Lichts regelmäßig die Symetrie kontrolliert.

Die groben Formen kann man gut mit diversen Raspeln und Schleifklötzen heraus arbeiten. Für die Flächen ist ein Mirka-Excenter perfekt, da er den feinen, statischen EPS-Staub komplett wegsaugt. Das ist ansonsten immer eine Riesensauerei.

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