17 Gedanken zu „Hollow Wood Mini Malibu 7,6′“

  1. Hallo Tobias,
    Hast Du Dir schon einmal Gedanken über eine holzbrettgerechte Finbox gemacht?
    Das Du schon Plugs gemacht hast weiß ich, aber ich suche eine Alternative zu der Plastik-Longboardfinbox. Ich hatte schon einmal eine aus Hartholz für Standardfinnen gemacht, aber an dem Querpin und der Halteplatte geht eine Epoxybeschichtung schnell kaputt…
    Ich denke über einen einfachen gefrästen Schlitz nach, der unten gerundet ist, da man diesen einfach verglasen könnte, das ganze natürlich in Hartholz. Dazu eine eigene Finnenkonstruktion.
    Eine Finne ist ja nicht gerade das Problem, aber da das ganze auswechselbar sein soll, stell ich mir einen zweiteiligen Finnenfuss vor. Zweiteilig dergestalt, dass der Fuss in einen oberen und unteren Teil geteilt wird. Dann eine Schraube vorne und hinten und zwischen die beiden Teile ein passendes Stück, geeigneten Gummi. Die Idee ist, dass der Gummi durch die Schrauben zwischen die Holzteile so gepresst wird, dass er seitlich austritt und dann die Finne in dem Finboxschlitz festpresst. Der Fuß darf dabei ruhig 1cm breit sein, dito die Rinne in der Finbox.
    Hälst Du das für realistisch?
    Durch denbreitflächigen Druck sollte die Finne sicher halten, glasfaserverstärktes Hartholz würde auf großer Fläche belastet werden, was der Haltbarkeit zu Gute käme.
    Bis auf den Gummi, wär dann kaum noch Kunststoff im Brett, und ob es Epoxy und Glafaser überhaupt brauch, wäre ebenfalls auszuprobieren…
    Wenn Du meinst, das dies gehen könnte, könnten wir uns über Maße austauschen, dann könnte man mal Finnen austauschen :)

    1. Deine Idee mit dem Gummi ist spannend. Könnte klappen. Aber ich finde die werkzeuglosen FCS-Finnen schon ziemlich genial. Ich bin gerade auf der Suche nach kleinen Möbelbeschlägen aus Messing (mit so einer Kugel…keine Ahnung wie das heisst), mit denen man so etwas ähnliches realisieren könnte.

      Ich habe auch vor , demnächst noch einmal einen Versuch eigener Finnenkästen zu starten. Aber das wird entweder eine FCS2- oder Futures-kompatible Geschichte. Ich werde es wohl mit Bambus probieren.

  2. Ich glaube mein ähnlicher Post von gestern ging verloren…

    Noch mal eine Frage, da ich gerade wieder zu Ventilen tendiere. So wie es ausschaut, verwendest Du mittlerweile selbstregulierende Ventile mit Membran (Goretex). Hast Du damit jemals Probleme gehabt?
    Die von Gore gibts u.a. bei Distrelec.de für ca. 10€, Gewinde aber M12x1,5. (auch als M6, halte ich aber für sehr klein, da der Luftaustasuch ja doch behindert wird)
    siehe z.B.: https://www.distrelec.de/de/druckausgleichselement-schwarz-m12-gore-pmf-100585/p/30082596?channel=b2c&price_gs=9.8651&source=googleps&ext_cid=shgooaqdede-na&kw=%7Bkeyword%7D&gclid=EAIaIQobChMIouS2s96-3AIViqiaCh1OhwcnEAQYBCABEgL90_D_BwE
    Ich finde aber keine Gewindemuffen M12x1,5. Eigentlich müsste man die doch einfach einkleben können?

    1. Ich habe mir Plugs aus Hartholz gemacht und ein M12-Gewinde hinein geschnitten. Da man die Ventile in der Regel nur einmal hinein schraubt, gab es da bisher keine Probleme.

      1. Super, danke!
        Mein Versuch mit 3mm Balsadeck und Schaum war ja nur suboptimal, um die Schwierigkeiten zu umgehen, könnte ich das Deckmaterial wieder verstärken, z.B. auf 5mm. Dann ist es aber nicht mehr weit zu 6mm und dicker, womit der avisierte Gewichtsvorteil wieder entfällt… :(
        Dann kann ich auch wieder hohl bauen und brauch Ventile, die ich wegen mehrfachen Vergessens (zu schließen, mit Wassereintritt) weglassen wollte.
        Und dafür scheint so ein Gore Vent zu helfen.
        Ich werde es sehen, die nächste Bauidee reift… :)

  3. Hallo Tobias, ich habe noch eine Frage zum Vakuumfurnieren. Wenn Du das Furnier auflegst, ist es dann bereits 100% bündig mit dem Brett zugerichtet, oder lässt Du es etwas überstehen, damit du später die Kante exakt abrichten kannst.
    Bei letzterem habe ich Angst, dass das Furnier aussen niedergerückt wird, so dass sich am Übergang zum Brett ein kleiner Wulst aufbaut und dass dass Furnier an dieser Stelle womöglich auch noch reisst?
    Bei Ersterem weiß ich nicht, wie ich das im Vorfeld exakt hinkriege soll, da ja die Brettwölbung berücksichtigt werden muss.

    1. Noch vergessen, welchen Druck würdest Du empfehlen, ich dachte an -0,4bar, das zu furnierende Brett ist letztlich eine Art Compsand, mit 3mm Balsadeck aber so mit Schaum gefüllt, dass aktuell zwischen den Rippen leichte Erhöhungen auf dem Deck erkennbar sind, was ich auf eine defekte Schaumdose zurückführe… :(

      1. Tut mir leid, wenn ich unkonkret antworte, aber das hängt vom Furnier und der Biegung des Oberdecks ab. Je gebogener das Oberdeck und je welliger/dicker das Furnier desto mehr Druck ist nötig, um ein gutes Ergebnis zu erzielen. Wenn das Furnier sehr anschmiegsam ist, dann könnten -0,4 bar ausreichen. Das ist aber generell extrem wenig. Ich arbeite bei den EPS-Boards mit -0,8 bis -0,9 bar.

        Und ich befürchte, dass dein Schaumdose nicht defekt war…Bauschaum ist für Belastungen auf Druck einfach nicht vorgesehen. Der muss generell nur dicht und feuchtigkeitsresistent sein.

        1. Die Wölbungen auf Deck und Bottom gehen nach außen, der Druck des Schaumes war letztlich etwas zu hoch, andererseits waren es nur 3mm Balsa bei 20cm Rippenabstand.
          Als ich Dose 1 einsprühte kam der Schaum relativ langsam raus und das übliche Anfangsausdehnen direkt aus der Pistole kam nicht. Die „Würmer waren maximal 1-2 cm dick, während sie normalerweise sich noch vor dem Berühren des Holzes, direkt aus der Pistole in Bruchteilen einer Sek. auf mind. 3-5cm ausdehnen.
          Leider hab ich nicht sofort aufgehört, sondern mehrere Kammern innen leicht geschäumt. Da sie kaum gefüllt waren, hab ich dann mit der nächsten Dose weitergemacht, hier kam der Schaum normal. Insgesamt hab ich drei Dosen gebraucht, eigentlich hätten zwei genügen müssen. Natürlich kam auch Überschuß aus der Seite.
          Meine Vermutung ist, das sich der Schaum der Dose1 entgegen dem normalen Verhalten sehr langsam und nachträglich dennoch ausdehnte, während der nachfolgende Schaum schon vorgehärtet war. Dadurch hat sich im Innern der Kammer ein zu hoher Druck aufgebaut, was zu den Auswölbungen führte…

          Du gehst mit dem Druck also relativ hoch. Mir hat es mal bei schon -0,2 ein Holzgerippe zusammengedrückt.
          Ich geh dann einfach auch mal hoch, aber bei mehr als -0,6 hab ich Angst…, mal sehen ob mein kleiner Kompressor das schafft, eigentlich soll er bis knapp -0,9 gehen können, was ich aber noch nie im Echtbetrieb ausprobiert habe.

          Danke für die Tips, ich werde auch versuchen das Furnier auf max 1cm Überstand zu bringen. Vielleicht gehts sogar mit Schere. Das geht flott, wenn es geht, bei ungünstigem Holz und Faserverlauf kann es aber Risse geben, ich werd mal bei dem neuen Ovangkol/Amazokoue Furnier vorher testen…

    2. Ich schneide es schon relativ exakt zu und fixiere es mit Paketklebeband. Wegen der Brettwölbung lasse ich ca. 10 mm überstehen. Probleme mit Wülsten hatte ich noch nicht.

  4. Noch ne blöde Frage: Hast Du einen Tip für mich, wie ich 2,50m langes Furnier abrichte um es schön fügen zu können? Ich hab zwar zwei Alu Richtlatten in der Länge und wollte es dazwischenspannen und die Kanten beihobeln, aber vielleicht gibts noch bessere Methoden für den Haushaltsholzwerker…

  5. Auch wieder super toll geworden, das Longboard wirkt durch das Furnier edler, dieses wirkt durch die Holzkombi und die schön gemachten Holzdetails.
    2 Fragen/Anmerkungen: Dein Tailblock ist längsgeteilt(aber wohl quer zur Faser) und der Steg des Leash Cups ist auch längsorientiert. Ich hätte ihn aus Festigkeitsgründen glaube ich eher quer angebracht, aber zur Optik passt das längs gut.

    Die Rückseite fehlt wieder :), sprich die Finbox. Ich möchte eine Longboardfinbox unter Furnier (Ovangkol 0,6mm) verstecken, so dass nur der Schlitz zu sehen ist. Mit was würdest Du da das Furnier aufkleben? Ich hätte PU Kleber bevorzugt, aber ich fürchte fast, das Epoxy geeigneter wäre, aber dann müsste ich mind. 12 Std. unter Vacuum, da mein Epoxy so langsam ist. Oder würdest Du gar auch hierzu D3 Weißleim nehmen?

    1. Bezüglich der überfurnierten Finnenkästen habe ich leider selbst noch zufriedenstellende Lösung gefunden. PU hat sich bei mir nicht bewährt – langfristig hatte ich immer Wasserspuren entlang des Finnenschlitzes im Holz.

      1. Prinzipiell hab ich vor, das Furnier aufzubringen, dann den Kasten mit Dremel freizufräsen. Dabei will ich eine ganz kleine 45° Fase anschleifen. Danach soll noch Glas drüber, so dass eine winzige Kante mit Epoxy auf jeden Fall entsteht. Zusätzlich soll das Furnier damit etwas zurückversetzt werden, damit es bei Finnenwechsel keine Reibung gibt, was der Haltbarkeit zuträglich sein sollte.
        Ich glaub, ich mach mal einen Klebtest an der Unterseite, ob PU und das aufgereihte Plastik eine Verbindung eingehen, wenn Ja, furnier ich das Brett in einem Rutsch mit PU und fräs dann wie beschrieben aus…
        Bezüglich Furniersäge: Ich wollte mir mal eine zulegen, da ich aber eine Linkshandversion brauche, hab ich nix gefunden. Ich hab mir dann bei Dictum eine japanische Dübelsäge gekauft, die ist wie eine Furniersäge an den Seiten nicht geschränkt, um einen Holzdübel bündig absägen zu können. Dieses Teil ist ganz hervorragend für Furnier geeignet…, aber ich Länge damit in der REgel das Furnier ab. Zum Fügen nehm ich einen kleinen Kanna, mal sehen wie das mit den 2,5Länge klappen wird. Dauert aber noch, erst muss das Gerippe fertig werden…
        Auf jeden Fall herzlichen Dank für Deine Antworten.

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