Zwei Jungs aus Japan bauen sich ein Paipo aus alten Styroporkisten.
Die Unterseite bekleben sie mit mit einem dünnen Paulownia-Brett, Oberdeck und Rails werden mit Kork verkleidet. Leinöl drüber, fertig.
Zwei Jungs aus Japan bauen sich ein Paipo aus alten Styroporkisten.
Die Unterseite bekleben sie mit mit einem dünnen Paulownia-Brett, Oberdeck und Rails werden mit Kork verkleidet. Leinöl drüber, fertig.

UNSUSTAINABLE (engl.: Unnachhaltig) ist eine kurze Dokumentation, die einen Einblick in die Nachhaltigkeit der Surf-Industrie gibt, beginnend mit dem grundlegenden Element, dem Surfboard. Shaper aus ganz Europa sprechen über ihre Sichtweise und die Tatsache, dass Surfen, eine Tätigkeit, die ursprünglich auf Respekt und Kontakt mit der Natur beruht, zu einer Industrie von Öl-basierten Produkten geworden ist.
Alternativen existieren bereits, es ist nur die Frage, ob man sie ergreifen möchte und sich von dem Image und der Oberflächlichkeit löst, welche die Industrie uns in den letzten Jahren verkauft hat.

Ein schöner Film des surfenden Filmemachers Keita Ikawa. Er baut sein erstes Surfboard mit Holzaußenhülle beim Szeneguru Grant Newby.
Im Film sieht man ihn bei Grant in der Garage, wo die beiden den EPS-Blank shapen und anschließend per Vakuumsack die Decks mit dem Schaumkern verkleben. Nach dem Aufleimen der Railstreifen, werden diese geshapt und das Board abschließend nur noch mit Leinöl bzw. Lanolin versiegelt.
Sehenswerter Film. Nette Stimmung durch die handgemachte Musik von Keitas Freund Jack, der das dann Board in den Wellen von Byron Bay surft.

Der kurze Film zeigt Sergi von Flama Surfboards, wie er ein Board in seiner Classic-Konstruktionsweise baut. Er konstruiert seine hohlen Boards nicht wie allgemein üblich mit Stringer und Rippen, seine Grundlage sind massive Rails, deren Schichtaufbau er per CAD genau vorplant. Per Frästisch überträgt er dann in einem weiteren Schritt die exakte Scoop-Rockerline auf den verleimten Außenrahmen.
Gegen Ende des Films sieht man Sergi noch etwas an einem Schaum-Blank shapen. Seine leichten Evolve-Boards baut er, nach dem Vorbild von Grant Newby, mit einem Schaumkern, den er mit Paulownia ummantelt.
Sergi ist einer der wenigen, denen der Umweltaspekt wirklich wichtig ist und der konsequent auf Glasfaser verzichtet. Bei beiden Konstruktionsarten.

Sergi von Flama Surfboards hat für das Save Posidonia Festival (Formentera, 12.-15. Oktober) ein Alaia geshapt, welches dort ausgestellt und versteigert wird.
Die Konstruktion des Alaia ist eine Mischung aus der bewährten Bauweise von Grant Newby und der Corky-Bauweise von Tom Wegener. Das voluminöse Alaia besitzt einen Kern aus recyceltem EPS und ist vollständig mit einer Hülle aus dünnem Paulownia ummantelt – und damit wasserdicht versiegelt. Oberdeck und Rails sind abschliessend noch einer Lage Kork beschichtet, die für Dämpfung und Grip sorgt.
Ein schönes Surfboard, welches durch die eingebrannte Grafik noch einen ganz individuellen Touch bekommt.

Im Video sieht man Andy Ceglinski, der in Australien ein Sägewerk betreibt und parallel Surfboards baut.
Der Film zeigt wenig vom Bauprozess, aber dafür gibt es ein paar schöne Bilder aus dem Sägewerk und vom Shapen eines Boards. Ansonsten erzählt Andy von seinem sympathischen Vater und es gibt noch einige Eindrücke vom Surfen in Byron Bay.
Die Surfboards von Andys Label Wood Surf Co. sind in klassischer Hollow-Wood-Bauweise konstruiert und mit Glasfaserlaminat versiegelt. Zusätzlich bietet er auch Alaias und kürzere Paipos an.
Mehr Infos und Bilder gibt es auf der Webseite: www.woodsurfco.com/

Phillip A. Barber war frisch verheiratet und hatte kein Geld, um sich ein neues Surfboard zu kaufen. Er entschied sich deswegen, sich seinen Lieblingsshape, das Modell Neck Beard von Al Merrick, selbst aus Holz zu shapen.
Callen Busch ist ein Shaper aus San Diego, der Handplanes aus Holzresten baut. Im Film sieht schön alle Arbeitsschritte vom Verleimen der Holzstreifen mit PU-Leim bis zum Aufbringen des Logos mit seinem Brandmalkolben. Die Ergebnisse sind kleine Kunstwerke.
Ich mag Handplanes als Fingerübungen für das richtige Shapen. Man lernt dabei sehr gut die Charakteristika der verschiedenen Holzarten kennen und kann das Shapen von Channels und Konkaven üben. Und natürlich sind es schöne, persönliche Geschenke!
Mehr Infos zu Callens Handplanes gibt es unter: www.saltyshapes.com

Viel Spaß in kleinen Wellen. Die Aussage kann man so stehen lassen. Im Video sieht man Yrwan Garcia Léal beim Wellenreiten in einer knapp hüfthohen Welle.
Es ist immer wieder beeindruckend, dass ein dünnes Alaia Surfboard ausreichend Auftrieb erzeugt, um selbst bei wenig Wellenschub herum tricksen zu können.
Wenn Yrwan am Ende des Films aus dem Wasser kommt, sieht man, dass das Alaia noch nicht einmal besonders groß ist. Ich würde auf ein 6,4’er tippen.