Vor fast genau einem Jahr habe ich bereits ein Video von Spirare Surfboards gepostet. Nun habe ich zufälligerweise noch ein weiteres entdeckt, was inhaltlich sogar noch etwas interessanter ist.
Während man im ersten Video Kevin Cunningham hauptsächlich dabei sieht, wie er den EPS-Kern shapt, kann man im zweiten verfolgen, wie er die Solid-Rails und das hölzerne Tail eines Surfboards bearbeitet.
Sehr praktisch finde ich den „Stein mit Griff“, den er verwendet, damit das leichte Board auf dem Shape-Ständer nicht verrutscht.
Der Film ist ein Porträt des Schweden Peter Jarl und seine Leidenschaft für Holz und Surfen, die er durch den Bau von hölzernen Surfbretter in seiner kleinen Garage kombiniert.
Peter baut seine Surfboards in Hollow-Wood-Konstruktion, wobei er alle Bestandteile aus Paulownia herstellt. Die Oberfläche versiegelt er abschließend nur mit Öl. Ein schöner, konsequenter Ansatz. Der Filmemacher Tim Ciasto begleitet ihn beim Bau eines Surfboards von der Vorbereitung der Innenkonstruktion bis zur Fertigstellung des Boards und dem ersten Test in den winterlichen Wellen der schwedischen Ostsee.
Der Vergleich mit dem Geruch von Eisstielen ist genial. Wenn ich zukünftig Paulownia-Holz bearbeite, muss ich wahrscheinlich immer daran denken.
Die bescheidene und enthusiastische Haltung von Peter ist sehr sympathisch. Absolut sehenswerter Film!
Schönes Portrait über den brasilianischen Shaper Rodrigo Matsuda (Lasca Surfboards), der eigentlich nur eineinhalb Jahre in Japan leben wollte. Aber nachdem er seine Frau kennen lernte und den japanischen Shaper Yuichi Endo traf, wurden daraus elf Jahre.
Rodrigo baut schwerpunktmäßig Alaias und Handplanes. Im Film sieht man ihn bei der Arbeit in seiner Werkstatt und man begleitet ihn beim Surfen mit dem Handplane und bei ersten Wellenreitversuchen mit seiner kleinen Tochter. Sehr Sympathisch.
Hier sieht man einmal echte Handwerkskunst. Die Jungs aus Neuseeland können wirklich noch mit den verschiedenen Hobeln umgehen. Die Details des fertigen Mini Simmons sind alle exakt gearbeitet, der Aufwand mit den verschiedenen Formen ist aber auch hoch. Qualität hat ihren Preis.
Der Umweltanspruch ist hoch. Sie scheinen generell auch auf Glasfaser zu verzichten und versiegeln ihre Surfboards nur mit Bio-Epoxy. Nur in Ausnahmefällen, wahrscheinlich bei den größeren Boards, werden die Außenhüllen zusätzlich mit Glasfaser verstärkt.
Das deckt sich ziemlich mit meinen Erfahrungen und Ansprüchen. Mehr geht im Augenblick im kommerziellen Bereich leider nicht. Die Versiegelung mit Yachtlack funktioniert auch, man muss (an Land) jedoch sehr sorgfältig mit seinem Material umgehen.
Mehr Informationen und Fotos gibt es auf der Webseite von Red Leaf Surfboards unter:
Die Außenhaut der meisten Holz-SUPs wird immer aus Holzleisten aufgebaut. Ich war ganz glücklich, als ich dieses Video entdeckte, bei dem die Decks aus Sperrholzplatten bestehen.
Bei einem langen Touring-SUP steht man nämlich immer vor der Herausforderung, dass man aufgrund der begrenzten Länge der Sperrholzplatten, diese irgendwo stossen muss.
Schöner Film, bei dem man den schrittweisen Bau eines Kite-Directionals verfolgen kann.
Die Surfboards werden aus zwei massivem Paulownia-Schichten hergestellt, wobei die Art der gewählten Flächenverleimung variiert. Auf der Insolit-Webseite gibt Boards mit normaler Längsverleimung, mit dünner Stäbchenverleimung – oder wie hier im Video – mit einer Patchworkverleimung. Der Sinn der gezeigten Verleimung erschließt sich mir nicht – ich würde aus optischen und statischen Gründen immer durchlaufende Holzleisten bevorzugen.
Nichtsdestotrotz können sich die Ergebnisse durchaus sehen lassen. Die Konstruktion ist simpel aber dadurch auch haltbar und wirtschaftlich. Versiegelt werden die Boards mit Bio-Epoxidharz, wodurch sich auch die eigene, einschränkende Aussage mit „Ecological product 90% natural“ erklärt.
Ich bevorzuge auch beim Kitesurfing generell richtige Surfboards, die etwas Volumen besitzen, wodurch man auch ohne permanenten Zug des Kites Wellen abreiten kann. Aber die simplen Spaßteile von Insolit üben schon einen gewissen Reiz aus. Für Newschool-Tricks und zum Strapless-Springen ist so ein Board vielleicht genau richtig…
Schöner Film von Mathew Farrell, in dem er den Bau eines Surfboards in Hollow-Wood-Bauweise Schritt für Schritt dokumentiert. Vom ausgedruckten Plan bis zur ersten Surfsession. (mehr …)
Hinter Polymath Surfcraft verbirgt sich der Shaper Matthew Ayre aus Newcastle in England.
Matthew baut seine Surfboards klassisch mit EPS Schaumkern, die mit parabolischen Rails aus Holzleisten und Holzfurnier verkleidet. Die Oberfläche wird abschließend mit Epoxy versiegelt. Auf ein zusätzliches Glasfaserlaminat scheint er zu verzichten.
Ich halte eine Glasfaserschicht auch für überflüssig, da Holz wie ein natürliches Laminat funktioniert und das Harz in die Poren eindringt und dort aushärtet. Durch den Verzicht spart man Gewicht und einen nervigen Arbeitsgang.
Den Bauprozess vom EPS-Blank bis zum fertigen Board kann man in einem schönen Video nachverfolgen.