Erfahrungen beim Einsatz von Holzbeize im Surfbrettbau

Obwohl das Wave-SUP mit dem schlichten Lärchenfurnier schon sehr edel aussah, wollte ich gerne einmal das Beizen ausprobieren. Damit das Board in der grauen Ostsee ordentlich leuchtet, entschied ich mich für ein kräftiges Rot.

Der eigentliche Beizvorgang gestaltete sich unproblematisch. Etwas Fleißarbeit erforderten die Kanten aus Pappelsperrholz-Kork-Verbund sowie Nose und Tail des SUPs, da die Teile naturfarben bleiben sollten. Um dies zu gewährleisten mussten die in einem vorherigen Arbeitsgang klar lackiert werden, wobei der Brettkörper abgeklebt wurde. Anschließend wurden andererseits die Holzteile abgeklebt, so dass nun der Beizvorgang des Brettkörpers folgen konnte.

Die Farbaufnahme des Lärchenfurnier ist sehr gut und die Struktur des Holzes kommt weiterhin gut zur Geltung. Die Abgrenzung zu den angrenzenden Holzteilen mittels Klarlackierung funktioniert gut sehr. Das doppelte Aufwand des Abklebens, speziell bei SUP-Dimensionen, ist jedoch nicht zu unterschätzen.

GAU: beim anschließenden Laminieren des Körpers wird die Beize stellenweise durch das Epoxidharz wieder angelöst und verläuft stellenweise über die Holzteile.

Die Lehre, die aus dem GAU mit der wieder angelösten Beize gezogen wird, ist einfach: Entweder auf Beizen verzichten oder das gebeizte Brett vor dem Laminieren noch einmal dünn mit Klarlack lackieren. Die Betonung liegt dabei auf dünn, da auch der Klarlack bei zu großzügigem Einsatz die Beize wieder anlösen kann.

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