Erstes Feedback von der spanischen Atlantikküste aus der Nähe von Santander: „Das Board ist sch…e cool“, „und wir werden langsam dicke Freunde“. Und für mich das Wichtigste – der Mini Malibu ist dicht und das neue Gore Tex-Ventil funktioniert. Uff. Danke Ollo!
Heute holte mein Nachbar Ollo den kleinen Malibu ab. In den nächsten vier Wochen wird er das kompakte Funboard in Portugal testen. Da ich im klassischen Wellenreiten selbst ein absoluter Kook bin, freue ich mich sehr auf die Fahrberichte und seine fundierte Kritik.
Mein altes 5,4’er habe ich vor längerer Zeit einem Freund geschenkt. Nachdem ich es im Sommer noch einmal kurz fahren durfte, wurde mir klar, dass ich unbedingt wieder so ein breites Shortboard benötige. Der Shape funktioniert einfach perfekt bei kleinen Wellen von einem halben bis ein Meter Höhe. Bedingungen, die wir in Kiel ziemlich häufig haben.
Da ich nach dem Bau des neuen Mini-Malibus immer noch einen Berg Bead & Cove-Leisten im Regal liegen hatte, entschied ich mich, in der gleichen Bauweise noch einen kleinen, breiten Fish mit abgekappten Enden zu bauen.
Ich habe mich bisher immer gescheut, ein Hollow-Wood-Surfboard mit Rails aus Leisten zu bauen. Die sogenannte Bead & Cove-Methode ist sehr zeitaufwendig und das Arbeiten mir den filigranen Leisten sieht sehr fummelig aus.
Im Sommer hatte ich bereits ein Riesenbündel Holzleisten aus Paulownia vorbereitet. Die mussten jetzt endlich mal verbaut werden. Um eine vergleichbare Basis zu haben, nahm ich vorhandenen Shape meines 7,6′ Mini-Malibus und legte los.
Der Winter ist da. In Kiel leider ohne Schnee , dafür mit tückischem Glatteis – und herrlichem Sonnenschein.
So ein Wetter muss man natürlich nutzen. Nachdem wir im Herbst eine kleine Tour auf der Schwentine gemacht haben, ging es heute auf die Kieler Förde. Wir paddelten am Ostufer entlang von Kitzeberg bis zur Einmündung der Schwentine am Seehafen.
Bei rund sieben Beaufort mit Sturmböen, Temperaturen um den Gefrierpunkt und gut teilweise überkopfhohen Wellen ging es diesmal nur darum, dabei gewesen zu sein.
Im wahrsten Sinne des Wortes. Milde 8 Grad Lufttemperatur, 5-6 Beaufort aus Südwest und wolkenloser Himmel. Und nur ein Freund und ich auf dem Wasser. Traumhaft.
Die Wellen hätten gerne noch etwas größer sein können, aber auch so war es ziemlich perfekt. Nach der gestrigen Schlemmerei am Heiligabend hätte es generell auch nicht doller sein dürfen. Die vereinzelten Sturmböen mit Stärke 8 waren schon Herausforderung genug.
Ein paar Impressionen der GoPro, die ich heute im Kite befestigt hatte.
Windfinder sah vielversprechend aus: 5-6 Windstärken aus West und Sonne. Zumindest bis 12 Uhr. Danach langsam abfallend.
Am Strand relativierte sich die Vorhersage. Es kamen leider nur knapp 4 Windstärken an. Das Wetter war allerdings grandios. Ein wolkenloser Himmel, Sonne satt und relativ milde 6 Grad Lufttemperatur. Und so gingen wir mit großen Schirmen raus.
Nachdem ich zwei Wochen mit einer üblen Erkältung gekämpft habe, ging es gestern endlich wieder aufs Wasser.
Superforcast Windfinder 22.11.2015
In dichtem Schneefall fuhren wir raus an die Kieler Westküste nach Grönwoldt. Durch den starken Nordwind sollten sich dort eigentlich gute Wellen aufgebaut haben. Leider wandelte sich der Schnee an der Küste zu Regen und die Wellen waren äußerst chaotisch.
So fuhren wir zurück in die geschützte Kieler Bucht bei Strande, wo die Wellen sich sauber um die Mole drehten, und gingen mit unseren SUPs ins Wasser.