Was für ein herrliches Wochenende! Nachdem sich am Samstag der Frühnebel aufgelöst hatte, nutzten wir den Vormittag für eine kleine Tour auf der Kieler Schwentine.
In der Sonne wurde es im Neoprenanzug zeitweise auch richtig warm. Das halfen nur Spielereien und enge Halsen, die immer mit einer Belohnung endeten – entweder einem gelungenen Manöver oder einer erfrischenden Abkühlung.
Ein paar herbstliche Impressionen von GoPro, die auf der Nose montiert war.
Das Touring-SUP nimmt langsam Gestalt an. Die großen, planen Bereiche ermöglichen den großflächigen Einsatz von Pappelsperrholz. Die wenigen, gerundeten Bereiche sind überschaubar und werden mit Bead & Cove-Leisten verkleidet.
Es macht Spaß, wenn man so schnell Fortschritte sieht. Hier einmal einige Fotos vom aktuellen Zwischenstand.
Die Tage werden länger, der Herbst ist spürbar im Norden angekommen. Da es in Kiel mittlerweile schon um 18 Uhr dunkel wird, fallen die geliebten Feierabend-Sessions leider aus und man ist auf das Wochenende angewiesen.
So auch am vergangenen Sonntag. Die Vorhersage war gar nicht schlecht, Windfinder prophezeite 5 Windstärken aus nordöstlicher Richtung. Teilweise mit Sonne.
Am Sonntag blies es dann leider nur noch mit rund 3 Beaufort, es nieselte und der ganze Tag war in trübes Grau getaucht. Aber wärmer wird es nicht mehr. In der kalten Jahreshälfte muss man die Tage nehmen, wie sie kommen. Und so packte ich mein Allround-SUP ein und fuhr mit einem Freund raus nach Brasilien.
Am gestrigen Sonntag kam erstmals das geflammte 5,4er zum Einsatz. Der Wind war leider nur mäßig, aber dank der auflandigen Nordrichtung gab es nette kleine Wellen.
Ich hatte meine GoPro im Kite montiert. Ein paar Impressionen von der Session.
Das agile 5,8’er Surfboard war in diesem Sommer mein häufigster Begleiter. Es ist ein echter Allrounder und macht eigentlich in allen Bedingungen Spaß. Er gleitet früh an, ist wendig und absolut problemlos zu fahren.
Ich habe jetzt die innere Hollow-Wood-Konstruktion optimiert und den bewährten Shape nun noch einmal anstatt mit furnierter Sperrholz-Außenhaut mit massiver Paulownia-Hülle gebaut. Als optisches Gimmick bekam das Board noch ein kleines Fishtail verpasst.
Das Video von Insolit hatte mich vorletzte Woche wirklich neugierig gemacht. Wie fährt sich wohl so ein Directional, welches quasi kein Volumen besitzt?
Ich hatte zufälligerweise noch einen Stapel fertiger Paulownia-Leisten in der Werkstatt liegen und habe mir kurzerhand ein Board gebaut. Die Scoop-Rockerline und die Outline nahm ich von meinem neuen 5,4’er – der Rockertable war noch eingestellt…
Die Außenhaut der meisten Holz-SUPs wird immer aus Holzleisten aufgebaut. Ich war ganz glücklich, als ich dieses Video entdeckte, bei dem die Decks aus Sperrholzplatten bestehen.
Bei einem langen Touring-SUP steht man nämlich immer vor der Herausforderung, dass man aufgrund der begrenzten Länge der Sperrholzplatten, diese irgendwo stossen muss.
Schöner Film, bei dem man den schrittweisen Bau eines Kite-Directionals verfolgen kann.
Die Surfboards werden aus zwei massivem Paulownia-Schichten hergestellt, wobei die Art der gewählten Flächenverleimung variiert. Auf der Insolit-Webseite gibt Boards mit normaler Längsverleimung, mit dünner Stäbchenverleimung – oder wie hier im Video – mit einer Patchworkverleimung. Der Sinn der gezeigten Verleimung erschließt sich mir nicht – ich würde aus optischen und statischen Gründen immer durchlaufende Holzleisten bevorzugen.
Nichtsdestotrotz können sich die Ergebnisse durchaus sehen lassen. Die Konstruktion ist simpel aber dadurch auch haltbar und wirtschaftlich. Versiegelt werden die Boards mit Bio-Epoxidharz, wodurch sich auch die eigene, einschränkende Aussage mit „Ecological product 90% natural“ erklärt.
Ich bevorzuge auch beim Kitesurfing generell richtige Surfboards, die etwas Volumen besitzen, wodurch man auch ohne permanenten Zug des Kites Wellen abreiten kann. Aber die simplen Spaßteile von Insolit üben schon einen gewissen Reiz aus. Für Newschool-Tricks und zum Strapless-Springen ist so ein Board vielleicht genau richtig…