Hollow-Wood-SUP repariert

Touring-SUP repariert

Ich muss gestehen, dass meine Motivation nach dem Dilemma mit dem implodierten SUP etwas gelitten hat. Aber der Shape sieht gut, es steckt viel Arbeit drin und wäre dumm so kurz vor dem Ziel aufzugeben.

Und so habe die Reparatur des filigranen Hollow-Wood-Innengerüstes durchgeführt. Die „Operation“ habe ich  mit einigen Fotos dokumentiert.

Entfernung der kaputten Struktur

Anfangs war es etwas nervenaufreibend, weil ich natürlich die intakte Substanz möglichst nicht beschädigen wollte. Der erste Schritt bestand deswegen darin, mit der Stichsäge das Unterdeck im gebrochenen Bereich schrittweise zwischen den Rippen zu entfernen, damit ich einen Blick in das Innere werfen konnte.

Der Anblick war leider ziemlich ernüchternd. Der Vakuumsack wurde anscheinend sehr tief in den Hohlraum hinein gezogen  und hatte dabei alle vertikalen Rippenverstärkungen weggerissen. Teilweise sogar bis in die Bereiche, wo das Unterdeck noch intakt war. So war klar, dass eine oberflächliche Reparatur des Unterdecks nicht ausreichend würde, sondern eine komplette Rekonstruktion der Rippen in diesem Bereich notwendig ist.

Mit Stichsäge und Stemmeisen entfernte ich großzügig alle losen Bestandteile.

Das Unterdeck schnitt ich anschliessend mit meiner neuen Akku-Kreissäge heraus. Ich bin echt begeistert von dem Teil. Es ist extrem handlich und man kann sehr exakt arbeiten dank dem Sägeblatt, welches nur rund 1mm breit ist.

Rekonstruktion der Rippen und des Rails

Die Einzelteile der gebrochenen Rippen hob ich auf, sie dienten mir als Vorlage für die T-Stücke aus Sperrholz, die ich an ihrer Stelle einfügte. Die großflächigeren T-Stücke nahm ist auch deswegen, damit die Kräfte vom Oberdeck später besser aufgenommen werden können. Die ursprüngliche Einheit mit den oberen Rippenstegen existierte ja nun nicht mehr.

Mühsam war die Rekonstruktion des Rails, da es komplett zersplittert war. Ich musste es zusammen puzzeln und stellenweise durch neue Holzleisten verstärken, da die Holzstärke durch das Shapen vereinzelt sehr dünn geworden war. Die Einzelteile verleimte ich dann mit Hilfe von vielen kleinen Zwingen. Das Endergebnis ist überraschend gut gelungen.

Als letzten Schritt wurde das SUP unten mit einer passenden Sperrholzplatte wieder verschlossen. Da die Platte überall aufliegen muss, verleimte ich rundherum noch passende, kleine Holzklötzchen.

Furnieren ja oder nein?

Nun bin ich wieder am Ausgangpunkt angekommen und überlege, ob ich die Decks furniere. Natürlich ohne Vakuum. Ich teste deswegen gerade verschiedene Klebemöglichkeiten –  wasserlöslichen Kontaktkleber, Heißverleinung mit normalem Holzleim, etc.

Noch habe ich mich nicht endgültig entschieden. Vieleicht beklebe ich es auch mit Kork? Oder ich lackiere es mit farbigen Holzlasuren? Alles ist wieder möglich.

 

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