ITOBU Hollow Wood Longboard 9,0

Hollow Wood Longboard 9,0

Durch die Bizepsehnenabriss hat sich die Fertigstellung leider etwas in die Länge gezogen, aber nun ist das Longboard endlich fertig geworden.

Ein paar Fotos vom 9,0’er, mit dem ich demnächst versuchen werde, ein paar Wellen in der Ostsee zu reiten.

Hollow-Wood-Konstruktion aus Sperrholz

Das komplette Innenleben inklusive der Decks ist aus Pappelsperrholz gebaut. Die Decks wurden abschliessend mit französischem Nussbaumfurnier aufgeleimt. Ich hatte das Glück einen Restposten von extrem breitem Furnier zu ergattern, welches für die komplette Breite ausreichte. Die Rails bestehen aus mehreren Pappelsperrholz und Kork.

ITOBU Hollow Wood Longboard 9,0
Klassische Outline mit breiter Nose und schmalem Tail
Nose aus Paulownia
Nose aus massivem Paulownia
Gelasertes Logo
Gelasertes Logo
Tail aus Paulownia mit integriertem Leash-Plug
Tail aus Paulownia mit integriertem Leash-Plug

Durch den Einsatz von Holzfurnier und dem empfindlichen Pappelsperrholz war leider ein abschliessendes Laminat mit Glasfaser notwendig. Und ich merke jedes Mal, wie meine Aversion gegenüber Glasfaser wächst.

Es ist ein Dilemma – einseits möchte ich gerne mit schönen Furnieren arbeiten und nicht nur Boards in Paulownia-Optik bauen, andererseits muss ich jedes Mal in den sauren Apfel beissen und die Boards zusätzlich mit einem Laminat versehen.

Ich werde mal ein paar Tests machen, ob man Furnier nicht vielleicht mit verdünntem Bootslack so durchtränken und imprägnieren kann, dass es auch bei kleinen Beschädigungen nicht aufquillt.

7 Gedanken zu „Hollow Wood Longboard 9,0“

  1. Ja, sehr schick!
    Auf dem ersten Bild oben, neben der Reflexion sind ein paar punktförmige Stellen. Sind das weitere Reflexionen, oder ein paar Schönheitsfehler (die passieren mir auch beim Laminieren immer noch.. :( )
    Was wiegt das schicke Teil denn?
    Hast Du auch noch ein Bild von der Unterseite, ich nehme an, Du hast mindestens eine Single Longboardfin, aber eventuell sind da auch noch 2 Sidefinnen?

    Was würde denn passieren, wenn ein relativ wassertaugliches Holz, wie zum Beispiel Lärche auffurniert und dann dick geölt werden würde, oder anders herum, was passiert, wenn verklebtes Furnier oben aufquillt? Kork nimmt ja auch Wasser auf und trocknet dann halt einfach wieder ab…???

    1. Die punktförmigen Stellen sind glücklicherweise tatsächlich nur Reflektionen. Aber perfekt ist das Finish nicht, dafür fehlt mir auch einfach die Übung. Gewogen habe ich es noch nicht – das reiche ich nach! Ein Foto von der Unterseite habe ich nicht, da quasi genauso wie die Oberseite aussieht. Eine große US-Box, keine Sidefins.

      Ich habe schon früher zwei Boards furniert ohne Glasfaserlaminat. Aber nach einigen Monaten gab es dann regelmäßig Kirschner. An Kratzerstellen sog Wasser ins Holz, welches sich dann aufstellt. Und verfärbt sich das Holz. Das bekommt man dann auch nicht mehr sauber in den Griff.

      1. Falls Du mal einen Test machst, nimm mal PU als Furnierkleber, da richtig wasserfest sollte der die Furnierunterseite gut festhalten, selbst wenns oben feucht wird.
        Epoxy ist zwar letztlich Mist, aber ich hatte jetzt schon ein paar Mal Wasser im Brett, meist durch vergessene Ventile :(,
        mein nächstes Brett wird deshalb innen mit Bauschaum gefüllt und aussen wieder mit Epoxy versiegelt, auf Ventile verzichte ich dann. siehe auch https://www.woodboardforum.com/forum/design/workshop-tool-ideas/6409-8-3-pintail
        Apropos, du verwendest auch keine, zumindest kann ich keine hier erkennen. Hattest Du jemals Probleme deshalb, also Delaminationen oder gar aufgedrückte Bretter?

        1. Bei PU-Leim, der ja leicht aufschäumt, wurde mir das Furnier schon einmal wellig – trotz Vakuum. Deswegen verwende ich lieber normalen D4-Holzleim.

          Das Longboard hat ein Ventil. Es fällt nur durch seine schwarze Farbe kaum auf. Ich würde bei größeren Boards nie darauf verzichten! Der Überdruck ist schon enorm. Im Sommer zischt es deutlich, wenn man nach einer Session ein Ventil öffnet. Bei Shortboards kann man evtl. darauf verzichten…aber mir wäre das Risiko zu groß.

          Bauschaum würde ich auch eher nicht verwenden, da es nicht elastisch ist. Es dehnt sich bei Druck nicht wieder aus und bröselt unter Belastung langsam weg. Es ist keine Alternative zu EPS oder XPS.

          1. Ich hab ja schon ein Bauschaum Brett gebaut, auch nach 14 Tagen keinerlei Dings und Dellen, auch nicht im Knie und Fußbereich. In Grenzen ist der schon elastisch, und da ich ihn in einem Holzgerippe verwende, stützt er Deck und Bottom vollflächig ab. Problematisch ist UV Strahlung, deshalb verwende ich ihn nicht direkt unter Glas, sondern ich fülle ein HWS damit. Das HOlz dürfte ihn vor UV schützen.
            Durch den Bauschaum können weniger Ribs verwendet werden und die Holzstärken können reduziert werden, die Gefahr von eindringendem Wasser wird deutlich vermindert, auch wenn er nicht komplett geschlossenzellig ist.
            Gerade für Dich als Kiter könnte ich mir das gut vorstellen, probiers doch einfach auch mal aus.
            Langzeiterfahrungen hab ich auch noch nicht, nur 14 Tage täglich surfen am Stück, dann war der Urlaub rum.
            Zum thema Ventile: Letztlich ist es mir ein Rätsel, warum in normalen Foamboards keine Ventile verwendet werden, da ist auch in EPS/Xps letzlich viel Gas drin, das sich ausdehnen kann, aber da scheint es zu finktionieren. Warum sollte also ein Schaumgefülltes Holzgerippe, dazu noch verglast, Probleme machen, wobei es natürlich am Strand schnellstmöglich in eine Schutzhülle sollte. Mein 4piece lag sogar immer in der prallen Sonne. Ich hatte zwar in einem Segmet einen leichten Wassereingang, aber gerade dieses Teil war mit EPS Blöcken gefüllt, die Ursache ist mir nicht ganz klar, aber ich vermute eine defekte Laminatstelle innerhalb meines Zerlegemechanismus…
            Mein verwendeter Bausdchaum ist Würth Purlogic top, der ist extrem leicht, 12kg/m³ also 12g/l und hat Wasseraufnahme von unter 3%.
            Vielleicht probierst Du das auch einmal aus, obwohl es natürlich auch wieder „Chemie“ ist. Aber mir gefällt das bis jetzt, da der Schaum durch das Holz in Form gebracht wird und nicht geshapt werden muss. Keinerlei statisch geladen Styroporflusen, die tausenfach durch den Raum schwirren…

            1. Ich hatte Bauschaum einmal als Reparaturlösung bei einem durchgetretenem Rippe eingesetzt. Und das war nach einigen Wochen wieder weich. Aber eventuell ist es fürs Wellenreiten ja ausreichend.

              Ich finde persönlich – entweder eine handwerklich schöne Hollow-Wood-Konstruktion oder ein geshapter, widerstandsfähiger EPS-Kern mit Holzhülle. Mir widerstrebt auch der Gedanke, eine aufwendige hergestellt Holzkonstruktion mit Bauschaum vollzupumpen.

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