Kite-Surfboard mit Satin-Nussbaum-Furnier

Neue Fotos vom 5,8’er Surfboard aus Sperrholz

Das Surfbrett ist ebenfalls eine Variante meines bewährten 5,8er Shapes. Die Außenhülle ist aus Pappelsperrholz, welches ich zusätzlich mit Satin-Nussbaum furniert habe.

Am Wochenende habe ich das schöne Wetter genutzt, um noch ein paar neue Fotos zu machen.

Die FCS2-Finnenkästen und die Edelstahl-Inserts für die Fußschlaufen sind überfurniert. Kein Epoxy, keine Glasfaser, nur Yachtlack.

Kitesurfen in der Ostsee

Ich bin das Board gestern beim Kiten in 1-2 Meter Welle in Brasilien gefahren. Es hat richtig Spaß gemacht – das Teil geht schnell los, ist drehfreudig und auch in Windlöchern säuft es nicht sofort ab.

Ein Tailpad habe ich allerdings vermisst. Bei Cutbacks bin ich zweimal mit dem Fuß über das Tail hinaus gerutscht. Da fehlt einfach der Halt. Ich hätte das Board gerne pur gelassen, aber ich werde mir doch noch ein Tailpad aufkleben müssen.

8 Gedanken zu „Neue Fotos vom 5,8’er Surfboard aus Sperrholz“

  1. Hi Tobi,
    mega schön geworden! Ich bin schon lange am rätseln ob ich mal ein Oberdeck aus furniertem Pappelsperrholz machen soll, hab aber Respekt davor dass ich beim shapen der Rails das Deck „durchschleife“. Wie stark war dein Nussbaumfurnier und hast du einen Gegenzug verwendet. Wie war deine Erfahrung damit? Man kann da halt schon hammermäßige Designs aufs Deck bringen indem man furniert…
    Grüße
    Zimbo

    1. Ich habe ganz normales Furnier genommen mit einer Stärke von 0,5mm. Man muss natürlich sehr exakt arbeiten (keine Wellen, keine Unebenheiten), damit man später nicht durchschleift. Ein Gegenzugfurnier auf der Gegenseite habe ich nicht verwendet. Das wäre nur bei einem Alaia notwedig. Ein HWS-Innengerüst ist jedoch steif genug, die geringen Zugkräfte des Furniers haben keine Auswirkungen.

    2. Ich hab jetzt ja auch schon 2 Bretter furniert, eines mit relativ schlechtem Ergebnis, aber das Durchschleifen an den Rails war nie ein Problem. Vielleicht lags daran, dass ich das Furnier hilfsweise mit blauem 3M Band abgeklebt habe und mittlerweile lieber hoble als schleife.
      Ich hobel also einfach bei, und passe auf, dass ich nicht in das Klebeband komme. sobald ich es berühre heisst es dann zwar aufpassen, aber ich stelle dann den Hobelspalt schon enger und wenn es dann quasi unmöglich wird weiterzuhobeln, ist nur noch sehr wenig schleifen nötig.
      Mein Lieblingshobel für diesen Bereich ist ein relativ kleiner japanischer Kanna mit ca. 25mm Breite. Der arbeitet auf ZUg und ist dabei gut zu kontrollieren, auch was die Rundung angeht. Ich jetzt noch einen Kanna für eine nach außen gewölbtre Fläche ersteigert, der ist auch vielversprechend und ich werde ihn beim nächtsten Mal einsetzen.
      Und wenn alles schiefgeht und du tatsächlich durchkommst, kann man es eigentlich relativ unsichtbar wieder reparieren, indem ein neues passendes Furnierstück eingesetzt wird.
      Für mich ist das größte Problem eher das Furnieren an sich gewesen. Beim ersten Mal war der verwendete PU KLeber
      zu schnell mit dem Resultat vieler Dellen…; beim zwieten Mal, diesmal mit Epoxy, hätte es mir im Vakkuum bei -0,6bar beinahe das Brett zerdrückt. Ich war zufällig im Raum als nahc ca. 20min auf einmal ein verdächtiges Knacken zu hören war. ich hab sofort den Druck auf -0,3 reduziert… aber das Brett wurde trotzdem noch brauchbar…
      Für mich gibt es aber noch einen super Vorteil neben der Optik beim Furnieren. Prinzipiell arbeite ich ja mit weichem Balsa, dass durch das Furnieren eine harte Oberfläche bekommt. bei 6mm Balsa und 0,6mm Furnier reicht dann ein 50g/m² Glas völlig aus. Wahrscheinlich kann man ganz drauf verzichten und bracuht Epoxy und oder Lack nur noch zum abdichten. Wär ein Versuch wert, aber mein nächstes wird trotzdem leicht verglast werden, zumal die Rails ja auch geschützt werden müssen…

  2. Ich baue gerade meinem Sohn ein Shortboard, da tauchte die Frage nach einem Tailpad auf. Die käuflichen Pads finde ich aber für ein Holzbrett ziemlich unpassend.
    Hast Du schon einmal über ein Tailpad aus Kork nachgedacht? Ist elastisch und relativ gut bearbeitbar, selbst wenn es verklebte Korkpartikel sind. Die Kernfrage für mich ist, wie stabil ist es, z,B. wenn ich Nuten als Oberflächenprofil reinfräsen würde und vor allem, wieviel Wasser saugt es auch, bzw. kriege ich es einigermaßen dicht, z.B. durch eine Ölversiegelung…???

    1. An ein Tailpad habe ich mich noch nicht gewagt. Ich glaube der Kork, den man im normalen Handel bekommt, ist zu bröselig. Schon bei Korkrails muss man aufpassen, dass keine Stücke heraus brechen.

  3. Moin,

    super Arbeit, sieht verdammt gut aus.
    Wie macht sich das Squashtail im Vergleich zum Swallowtail bei dem Board? Das andere 5,8er mit dem Paulownia-Deck hat ja ein etwas anderes Tail, interessiert mich wie stark sich das im Vergleich bemerkbar macht.

    1. Hallo Marcus, das 5,8er mit dem Swallow-Tail habe ich leider nicht mit in DK. Ich habe sieben Surfboards im Auto…mehr haben nicht rein gepasst. :-) Aber wenn ich wieder in Kiel bin, werde ich die beiden Boards mal gemeinsam testen. Bin auch gespannt, ob man einen Unterschied bemerkt.

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