Rückschlag bei Verleimen der Holzdecks

Die Kunst ist, einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird.

Winston Churchill

Rückschläge gehören zum Bauen dazu. Man kann soviel planen wie man möchte, es gibt immer Zwischenfälle, die einen zurückwerfen. Meistens hat man Glück und kann die Dinge wieder ausbügeln. Dann kostet es nur Zeit und Geld. Ich finde persönlich das mentale Durchhalten am anstrengendsten, wenn man die Sachen mit viel Mühe wieder entfernt, die man kurz vorher erst zusammen gebaut hat. Und möglichst, ohne sie dabei zu zerstören.

Schlechte Verleimung durch undichten Vakuumsack

Bei mir war es diesmal kleine Löcher im Vakuumsack, die ich offenbar beim Hineinschieben des Boards selbst verursacht hatte. Ich merkte noch, dass das Vakuum nicht so stark wie wie beim vorangegangenen Test war, konnte aber in der angesaugten Folie die Löcher nicht lokalisieren.

Leider habe ich den Vorgang nicht abgebrochen, sondern darauf gehofft, dass der Unterdruck schon ausreichen wird. Rein optisch sah alles in Ordnung aus.

Nach dem Auspacken merkte ich jedoch, dass an mehreren Stellen Hohlräume unter dem Holzdeck waren. Der Unterdruck hatte nicht überall ausgereicht, um die dünne Holzsschicht in die Konkaven hinein zu pressen.

Nach einem kurzen Versuch, die dünne Holzschicht mit einem Skalpel anzuritzen und Kleber in den Spalt zu spritzen, reifte jedoch schnell die Einsicht, dass nur ein komplettes Entfernen helfen würde. Mit dem Elektrohobel ging das Gröbste gut ab, die Reste konnte ich vorsichtig mit dem Excenter-Schleifer entfernen. Und dann natürlich noch viel Feinschliff per Hand.

Etwas Flachsfaser-Laminat ist auf der Strecke geblieben und es hat mich einen kompletten Tag gekostet. Aber ich bin froh, dass es geklappt hat und ich mir bei der Rettungsaktion nicht die Konkaven zerstört habe.

Auf ein Neues. Und im Winter wird eine richtige Vakuumpresse gebaut!

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