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Kitesurfing Selbstbau / DIY

Kitesurfboard in Hollow Wood Bauweise (3) – Holzblank

Das Aufbringen der Decks stellte die größte Herausforderung dar. Während das Unterwasserschiff trotz Doppelkonkaven noch relativ problemlos zu verkleben war, wurde das Verleimen des Oberdecks zur Geduldsprobe, da sich der seitliche Radius als zu gering für die Biegefähigkeit der Sperrholzplatten heraus stellte. Hier half nur das Vorbiegen mit Wasserdampf und der Einsatz zahlreicher Spanngurte.

Nachdem die Decks verleimt und die Kanten rechtwinklig verschliffen worden sind, konnten die Kanten aus schichtverleimten Pappelsperrholz und Kork angebracht werden. Mit diesem Schritt hatte das Board seine endgültigen Abmessungen erreicht. Das Gewicht war immer noch überraschend gering.

Shapen der Rails

Bis zu diesem Punkt war der Arbeitsaufwand schon immens. Bei normalen Surfboards mit Schaumkern ist dieser deutlich geringer. Mit elektrischem Heizdraht und Fuchsschwanz wird zuerst die grobe Form ausgearbeitet, anschließend geht es direkt mit Elektrohobel und Schleifpapier an die Feinheiten.

Während die Motivation bei vorherigen Arbeiten eher in der handwerklichen Herausforderung bestand, macht das freie Arbeiten mit Elektrohobel und Schwingschleifer richtig Spaß. Allerdings wird die Arbeit von der Angst begleitet, die dünne Außenhülle mit dem Elektrohobel zu beschädigen und sich unbeabsichtigt ein Loch in die Außenhaut zu fräsen. Zum Glück geht aber alles gut.

Und plötzlich ist aus dem Holzklotz ein spitzes Kite-Directional geworden. Unglaublich, welche Wirkung die abgerundeten Kanten beim Ansehen und Anfassen hinterlassen.

An diesem Punkt ist zum ersten Mal klar. Das Ding wird schwimmen, das Ding wird tatsächlich ein Surfbrett.

3 Antworten auf „Kitesurfboard in Hollow Wood Bauweise (3) – Holzblank“

Hi Tobias,
Bin mal wieder über deinen Blog gestolpert 😂
Wie dick ist der Kork und das Holz bei den Rails ?

Möchte das auch mal probieren. Danke für dein Feedback

Ohje, mein erstes Board. Die Rails hatte ich abwechseln mit 4mm Pappelsperrholz und 4mm Kork aufgebaut. Das Board war sackschwer… Ich bin es nur zweimal gefahren, weil ich Angst hatte, es erschlägt mich beim Waschgang.

Falls du mal in München bist – es steht im Restaurant der Jochen Schweizer Arena als Deko-Objekt. :-)

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