Schlagwort-Archive: Paulownia

Alaia Surfboard shaping

Der Schweizer Riversurfer Christoph Steinemann shapt in seinem Video ein Alaia. Grundlage für das Board bilden offensichtlich zwei verleimte Paulownia-Leimholzplatten aus dem Baumarkt.

Er schreibt zu dem Film: „Ich habe mein erstes Alaia Surfboard gebaut. Es ist Anlehnung an die gängigen Masse meiner Flussboards entstanden. Das Material ist Paulownia und Leinöl. So einfach.“

Dem ist nichts hinzuzufügen.

Surfers Country

Ein schöner Film des surfenden Filmemachers Keita Ikawa. Er baut sein erstes Surfboard mit Holzaußenhülle beim Szeneguru Grant Newby.

Im Film sieht man ihn bei Grant in der Garage, wo die beiden den EPS-Blank shapen und anschließend per Vakuumsack die Decks mit dem Schaumkern verkleben. Nach dem Aufleimen der Railstreifen, werden diese geshapt und das Board abschließend nur noch mit Leinöl bzw. Lanolin versiegelt.

Sehenswerter Film. Nette Stimmung durch die handgemachte Musik von Keitas Freund Jack, der das dann Board in den Wellen von Byron Bay surft.

 

Tom Wegener beim Corky-Bau

Der australische Shaper Tom Wegener baut neben Alaias auch Surfboards mit EPS-Kernen, die er mit Paulownia verkleidet.

Neuerdings verwendet er auch Kork für Rails und Oberdeck. Das bringt viel Komfort und ermöglicht Flex – wenn man das obere Holzdeck entsprechend geringer dimensioniert. Die Bauweise nennt Tom „Corky“.

Im Video sieht man ihn, wie er zusammen mit dem japanischen Pro-Surfer Kenta Ishikawa in seiner Werkstatt ein Paipo baut.

Flama: Surfboards with Soul

Der kurze Film zeigt Sergi von Flama Surfboards, wie er ein Board in seiner Classic-Konstruktionsweise baut. Er konstruiert seine hohlen Boards nicht wie allgemein üblich mit Stringer und Rippen, seine Grundlage sind massive Rails, deren Schichtaufbau er per CAD genau vorplant. Per Frästisch überträgt er dann in einem weiteren Schritt die exakte Scoop-Rockerline auf den verleimten Außenrahmen.

Gegen Ende des Films sieht man Sergi noch etwas an einem Schaum-Blank shapen. Seine leichten Evolve-Boards baut er, nach dem Vorbild von Grant Newby, mit einem Schaumkern, den er mit Paulownia ummantelt.

Sergi ist einer der wenigen, denen der Umweltaspekt wirklich wichtig ist und der konsequent auf Glasfaser verzichtet. Bei beiden Konstruktionsarten.

www.flamasurf.com

Alaia Surfboard von Flama

Sergi von Flama Surfboards hat für das Save Posidonia Festival (Formentera, 12.-15. Oktober) ein Alaia geshapt, welches dort ausgestellt und versteigert wird.

Die Konstruktion des Alaia ist eine Mischung aus der bewährten Bauweise von Grant Newby und der Corky-Bauweise von Tom Wegener.  Das voluminöse Alaia besitzt einen Kern aus recyceltem EPS und ist vollständig mit einer Hülle aus dünnem Paulownia ummantelt – und damit wasserdicht versiegelt. Oberdeck und Rails sind abschliessend noch einer Lage Kork beschichtet, die für Dämpfung und Grip sorgt.

Ein schönes Surfboard, welches durch die eingebrannte Grafik noch einen ganz individuellen Touch bekommt.

Alaia 5,7′ mit Querverstärkungen

Wer häufiger hier im Blog mitliest, wird bemerkt haben, dass ich eine kleine Leidenschaft für Alaias entwickelt habe.

Die finnenlosen Holzboards, deren Ursprünge auf die hawaiianischen Ureinwohner zurück gehen, sind schnell gebaut und machen überraschend viel Spaß auf dem Wasser. Und das vor allem in nicht optimalen Bedingungen, wenn der Wind schwach und die Wellen klein sind. In diesem Sinne sind sie die perfekten Spielzeuge für den Sommer.

Leider haben sie eine Achillesferse. Die dünnen Holzbretter reißen gerne entlang der Holzfaserrichtung.

Um das Problem zu beseitigen, habe ich bei meinem neuen Alaia Querverstärkungen integriert. Ich hoffe, der Plan geht auf.

Alaia 5,7′ mit Querverstärkungen weiterlesen

Pépé Board – Chambered Surfboard

Schöner Film – Rajan baut zusammen mit seinem Opa ein Surfbrett.

Die beiden bauen in klassischer Chambered Bauweise, d.h. zuerst wird ein massiver Blank aus Holzstreifen hergestellt, dann wird dieser wieder aufgetrennt und ausgehöhlt und im letzten Schritt werden die gewichtsoptimierten Streifen dann richtig verleimt.  Eine mühsame Prozedur, aber anschließend folgt die Kür. Das Shapen und Schleifen des Holzrohlings macht richtig Spaß.

Als Holz verwendet Rajan Paulownia, welches er abschliessend mit vier Leinölschichten versiegelt.

Alles absolut umweltfreundlich. Vorbildlich! Man muss nur mit Druckstellen etwas aufpassen.

Asymmetrical fast fertig

Das asymmetrische Surfboard ist fast fertig. Das Foto habe ich gestern gemacht, bevor es an den Feinschliff ging. Ich habe mich entschieden noch eine zusätzliche Schicht Bootslack aufzutragen, damit das Finish wirklich perfekt wird.

Nach dem Lackieren kommen die Channels noch besser zur Geltung. Durch den Bootslack wirken die eingelegten Seitenwangen der Channels aus dunkelbraunem Wenge-Holz und die verkleideten FCS II-Finnenkästen fast schwarz.

Ich kann es kaum erwarten, das Board zu testen. Wie wird sich die Parallelogramm-Outline auf das Fahrverhalten auswirken? Merkt man den Unterschied in der kabbeligen Ostsee überhaupt? Hat die Form unter Umständen mehr Nachteile als Vorteile?

Hoffentlich haben wir bald einen Tag mit starkem Ostwind…