Holzsurfbretter am Ostseestrand

Ansurfen

Endlich wieder aufs Wasser! Obwohl ich dieses Jahr auch schon im Januar surfen war, begann die Saison doch gefühlsmäßig heute.

Angesichts der frischen Wassertemperatur waren die Bedingungen optimal. Konstanter Westwind und Sonne satt. Perfekt, um sich wieder an Kite und Boards zu gewöhnen.

Modern Fish 5,4 – Hollow Wood

Ich hatte heute zwei Directionals dabei, um für alle Eventualitäten gewappnet zu sein. Den breiten Modern Fish 5,4, falls der Wind bei dem schönen Wetter doch schwächeln sollte, und das asymmetrische Parallelogramm-Board zum Hakenschlagen in den kleinen Windwellen.

Letztendlich fuhr ich dann fast nur das asymmetrische Board, weil der Wind kontinuiierlich zunahm.

Außer der Länge haben die Boards allerdings nichts gemeinsam und man benötigt immer zwei bis drei Schläge, um sich umzugewöhnen.

Im Sommer fahre ich den breiten Vanguard-Shape sehr gerne. Kleine, glatte Wellen und schwacher WInd sind die perfekten Bedingungen für ihn. Man kann sehr aufrecht stehen und solange sich der Kite am Himmel halten kann, bleibt auch das Board im Gleiten und man kann richtig Spaß haben.

Bei den zeitweise ruppigen Bedingungen am heutigen Nachmittag kam er aber an seine Grenzen bzw. meine Knie kamen an ihre Grenzen. Die ungedämpfte Hollow-Wood-Konstruktion gab jede Kabbelwelle ungefiltert an ihren Fahrer weiter. Da halfen igrendwann auch die dicken Sohlen der Winter-Füßlinge nicht mehr. Aber zum Glück hat man ja die Wahl.

Parallelogramm 5,4 – Kork über EPS

Das vollflächige Korkdeck des asymmetrischen Boards war dann Komfort pur. Zusätzlich trägt natürlich auch noch der EPS-Kern des Boards zu Dämpfung und Flex bei.

Damit machte das Kiten dann bei dem weiter zunehmenden Wind Spaß.

Erstaunlicherweise hatte ich heute Probleme mit der Asymmetrie. Mehrere Male brach mir das Tail aus und slidete weg. Auf dem Wellenkamm ist dieses Verhalten sicherlich – gezielt eingesetzt – wünschenswert, aber ich kam doch schon auf dem Wasser ins Grübeln. Die einzelne Finne auf der „langen Seite“ scheint nicht ausreichend zu sein.

Also entweder größere Finne einsetzen – und eine asymmetrische Quad-Bestückung beim nächsten Board.

Das Licht war heute unglaublich. Da merkt man erst, wie man die Sonne die letzten Monate vermisst hat. Jetzt geht es endlich wieder los…

4 Gedanken zu „Ansurfen“

  1. Vom Kitesurfen habe ich keine Ahnung, aber wenn das Brett ausbricht hättest Du noch die Möglichkeit auf eine höhere und vor allem längere Finne zu wechseln. Also mit statt 7“ vielleicht 8 oder gar 9“. Und mit der Länge am Fuß und über die Höhe wird die Finnenfläche größer, macht das ganze in der Regel aber weniger wendig.
    Ein Ausbrechen zur Seite könnte aber auch noch mit dem Railshape korrigiert werden, eine mehr gerundetes Rail „sucks“ besser, ein scharfes bricht den Wasserfluß besser ab.

    1. An die längere Finne hatte ich auch schon gedacht. Leider gibt es für das FCS II-System keine größeren Finnnen. Die Unterschiede bei FCS zwischen S, M und L sind sowieso marginal. In dem Asymmetrical fahre ich eine Kombination aus zwei S-Größen und einer L-Größe. Muss man schon nachlesen auf den Finnen, erkennen kann man es nicht… :-)

      Beim nächsten Surfbrett werde ich die Finnen deswegen auch selbst shapen.

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