Kite-Surfboard mit Auro-Holzlasur

Surfboarddesign mit Holzlasuren

Holz ist schön. Gerade dunklere Holzarten wie beispielsweise Nussbaum, Kirschbaum oder Eibe wirken durch ihre Struktur und Farbe.

Die leichten Holzarten Paulownia, Balsa und Pappel, die bevorzugt beim Bau von Surfboards zum Einsatz kommen, haben jedoch eine sehr schlichte Optik. Mit Holzlasuren, durch deren Transparenz die Holzmaserung weiterhin sichtbar bleibt, kann man die Gestaltung des Boards etwas aufpeppen.

Ich habe mir einmal ein paar Holzlasuren von AURO besorgt, und einen Test gewagt. Fazit – ja, kann man machen!

Vorbereitung

Als erstes habe ich mir einige leuchtende Holzlasuren von AURO besorgt. Warum unbedingt AURO? Weil wir auch die Holzböden in unserer Wohnung alle mit den Ölen und Lacken der Firma behandelt haben und die Qualität einfach super ist. Außerdem sind die Inhaltsstoffe so umweltfreundlich und unbedenklich, dass sie sogar für Spielzeug geeignet sind. Passt also in jeder Hinsicht. :-)

Nachdem ich die Wirkung von verschiedenen Farbtönen auf Pappelsperrholz getestet hatte, habe ich mich für warme Orange-Rot-Töne entschieden. Das sorgt für einen schönen Kontrast mit dem dunklen Ostsee-Wasser und harmoniert sicher gut mit dem restlichen Holz, welches durch die Endversiegelung noch etwas angefeuert wird.

Die beiden verwendeten Farben Orange und Dunkelrot habe ich zusätzlich noch in zwei Stufen abgetönt, damit eine Verlaufsoptik entsteht. Die Holzlasuren lassen sich problemlos untereinander mischen und können durch Wasser verdünnt werden.

Das Abkleben geht relativ schnell, man muss nur darauf achten, dass das Klebeband gut angerieben wird, damit keine Holzlasur darunter laufen kann. Für die geschwungenen Formen habe ich einfach meine Outline-Schablone zur Hilfe genommen.

Gestaltung mit Holzlasuren

Mit dem Ergebnis bin ich ganz zufrieden. Das Abtönen hat erstaunlich gut funktioniert. Der Farbverlauf kommt gut zur Geltung.

Das verwendete, flexible Kreppband war nicht optimal, die Holzlasur lief teilweise drunter. Für das nächste Surfboard werde ich mir ein spezielles, glattes Maskierband besorgen.

Ansonsten kommt die Holzmaserung weiterhin gut zur Geltung und der Charakter des Holzes bleibt erhalten.

Es wird spannend, wie sich die Farbintensität ändert, wenn die abschließenden Lackschichten aufgetragen sind. Dann gibt es natürlich ein Update!

7 Gedanken zu „Surfboarddesign mit Holzlasuren“

  1. Hallo Tobias
    Wow, sieht super aus! Gerne würde ich so etwas ähnliches auch bei meinem SUP machen. Jedoch mit Beize anstelle von Lasur (Habe Angst dass die Lasur beim späteren Laminieren wie eine Trennschicht wirkt, oder liege ich da falsch?). Nun habe ich immer das Problem dass mir die Beize den Holzfasern entlang unters Abdeckband zieht. Hast du da eine Lösung?
    Danke und Gruss aus der Schweiz

    1. Hallo Renato,

      bei meinem zweiten Allround-SUP habe ich auch mit Beize experimentiert. Saubere Trennkanten bekommt man mit Beize leider nicht hin. Dem steht die Kapillarwirkung des Holzes entgegen.

      Ich fand damals im Internet den Tipp, die Flächen, die ungebeizt bleiben sollen, abzukleben und vorher mit Yachtlack zu versiegeln. Meine Tests waren jedoch sehr unbefriedigend. Entweder der Lack war zu dickfüssig und drang nicht tief genug in das Holz ein, so dass die Beize wieder drunter kriechen konnte, oder der (verdünnte) Yachtlack war zu dünnflüssig und wanderte durch die Kapillaren in die Bereiche, die gebeizt werden sollten.

      Ich habe das SUP aus diesem Grund damals komplett gebeizt (Unsauberkeiten an den Rails in Kauf genommen) und habe das Logo mit Lack drüber lackiert.

      Die Methode mit den Holzlasuren lieferte hingegen auf Anhieb ein viel besseres Ergebnis. Und die Holzmaserung bleibt auch gut sichtbar. Durch die Mischbarkeit mit anderen Lasuren oder auch klarer Lasur kann zudem Farbton und Deckfähigkeit sehr genau steuern.

      Ach ja, Lasur hat einen entscheidenden Vorteil! Im Gegensatz zu Beize deckt sie auch Leim- und Kleberspuren etwas ab. Manchmal hat man an den Inserts oder Rails kleine Mängel, die man durch Leim-Holzstaubgemisch ausbessert. Diese Stellen nehmen keine Beize auf.

      Ich hoffe, ich konnte dir etwas helfen!

      1. Hey, vielen Dank für deine Antwort.
        Leider vertraue ich der Lasur nicht (in punkto Trennschicht) und möchte es nicht riskieren mein SUP zu zerstören. Nun habe ich aber bei meinem Epoxy-lieferanten einen flüssigen Farbstoff gefunden, beschrieben mit: „für das transparente, lasierende Einfärben von Epoxyd- und Polyesterharzen.“ Werde es wohl mit dem probieren. Wenns klappt schick ich dir ein Foto, und eine Bestellung für nen neuen Bausatz wenn`s nicht klappt…;)

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