wooden surfboard with cork deck

Corky Oberdeck Erfahrungsbericht

Ich habe mein rotes Asymmetrical vor einiger Zeit durch ein Kork-Oberdeck veredelt. Nachdem ich es nun mehrfach gefahren bin, möchte ich einmal kurz die bisherigen Erfahrungen zusammen fassen.

Komfort mega

Der Komfort beim Surfen ist unglaublich gut. Ich habe bei meinem Surfboard Rollenkork in einer Stärke von vier Millimetern verwendet. Und man surft wie auf Wolken.

Speziell wenn man kurz vorher ein Board mit gewachster Deck gefahren ist, ist der Unterschied heftig. Man fährt viel entspannter und konzentrierter. Fiese kleine Kabbelwellen werden einfach geschluckt. Die Landungen nach Sprüngen sind sanftweich.

Unterseite des Corkys

Ich imprägniere meine Korkdecks immer noch etwas mit Lanolin . Dadurch werden sie im nassen Zustand etwas klebrig. Der Halt ist spitze. Ich finde, dass er sogar besser als mit Surfwachs ist. Echt sticky.

Tipp: Sei sparsam mit der Imprägnierung mit Lanolin! Sonst wird das Board seifig – und extrem rutschig.

Im trockenen Zustand klebt es kaum, was gut für den Transport ist. In eine Surfboard-Socke bekommt man es schwer, aber mit einer Boardbag ist es kein Problem.

Corky Surfboard Test Erfahrungsbericht

Corky Surfboard Test Erfahrungsbericht

Corky Surfboard Test Erfahrungsbericht

Gewicht so lala

Das Asymmetrical war natürlich nicht für das Kork-Oberdeck optimiert. Die Holzschicht ist dicker als man sie mit  einem Korkdeck üblicherweise dimensionieren würde. Das Trockengewicht ist aber gefühlt noch ok und dürfte rund 3,5 Kilogramm betragen.

Corky Surfboard Test Erfahrungsbericht

Generell ist Kork wasserfest und unverrottbar. Diese Eigenschaften prädestinieren ihn für den Einsatz im Surfboardbau. Jedoch speichert er durch seine körnige Struktur etwas Wasser. In der Praxis bedeutet dies, dass die Boards während der Sessions auf dem Wasser schwerer werden. Ich habe mein 5,3er nicht gewogen, aber ich würde schätzen, dass er nach einer Kitesession gut 300 Gramm schwerer ist. Und das liegt nicht an den müden Armen. :-)

Wenn man an allen Stellen seine Konstruktion optimiert und die magische 3 kg-Marke erreichen will, dann nerven 300 Gramm enorm.

Nach dem Surfen sollte man deswegen das Board auch nicht sofort ins Wohnzimmer stellen, da sich dort eine kleine Pfütze bildet. Im meinem Surfboard-Ständer gibt es deswegen schon diverse Flecken.

Fazit

Auf den Komfort und den Grip eines Korkdecks möchte ich eigentlich selbst nicht mehr verzichten. Das Gewicht muss man allerdings irgendwie im Rahmen halten.

Ich werde es bei einem neuen Board-Projekt mal mit drei Millimeter Kork probieren (2mm sind zu bröckelig). Und eventuell nicht das ganze Deck sowie die Rails in Kork ausführen. Mal schauen, wo ich dann gewichtsmäßig lande.

Habt ihr schon Erfahrungen mit Kork gemacht?

4 Gedanken zu „Corky Oberdeck Erfahrungsbericht“

  1. hey,

    sieht sehr Gut aus! Ich habe mir anfang des Jahres eins von Sergi bauen lassen und es hat sowohl im Standbereich als auch in den Rails Kork verarbeitet…es ist etwas schwer und mit 20″ Breite für mich bei 68 Kg leider etwas breit bzw eher für den Leichtwindbereich!

    Nun tüdel ich selber grad ein wenig rum und frage mich bei meinem PU Leim von Ponal (wo drauf steht, das der nur eine offene Zeit von 10min hat) wie ich das innerhalb 10min hin bekommen soll Top und Bottom ein zu leimen und es in dieser Zeit dann noch schaffen muss in den Vakkumsack zu stopfen…oder hab ich da irgendwas vergessen zu bedenken? :D
    VG

    1. Man muss schon alles richtig vorbereiten und dann zügig arbeiten. :-) Ich trage den Leim immer mit der Rolle auf und habe eigentlich keine Probleme.

    1. Reines Lanolin bzw. Schafwollfett gibt es als Zutat für die Herstellung von Kosmetika. Es gibt zahlreiche Onlineshops, wo man Mengen zwischen 200 bis 500 Gramm kaufen kann.

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