Kork-Pads auf dem Oberdeck

Korkpads auf Kitesurf-Directional

Im Gegensatz zum klassischem Wellenreiten spielt die Dämpfung beim Kitesurfen eine besondere Rolle. Speziell bei kabbeligen Bedingungen, wie wir sie in der Ostsee häufig haben, schonen Pads die Gelenke und schützen das Oberdeck.

Nachdem ich in den letzten Monaten viel mit Kork experimentiert  und mehrere Boards mit vollflächigen Korkdecks gebaut habe, habe ich nun einmal eine andere Variante ausprobiert – nachträglich aufgeklebte Pads in Hexagon-Form.

Grundlage war mein repariertes 5,4’er, welches ich in der Corky-Bauweise à la Tom Wegener gebaut habe. Leider ist die Konstruktion für das Kitesurfen nicht stabil genug. Das Oberdeck war nach mehreren Sessions ziemlich zerdellt.

Da der Shape super funktioniert und ich das Directional extrem gerne fahre, habe ich mir die Mühe gemacht, die komplette Hülle zu entfernen und den EPS-Blank neu zu verkleiden. Mit Paulownia-Rails und Decks aus französischem Nussbaum ist es nun echt eine kleine Schönheit geworden.

Unterdeck mit variablem Quad-Tri-Setup
Unterdeck mit variablem Quad-Tri-Setup
breites Nussbaum-Furnier
breites Nussbaum-Furnier

Da die Pads nur in den beiden Standbereichen platziert sind, sieht man noch viel vom schönen Nussbaum-Furnier. Ich finde, es ein guter Kompromiss zwischen Optik und Funktion.

Kork-Pads auf dem Oberdeck
Kork-Pads auf dem Oberdeck

Beim nächsten Board werde ich die seitlichen Hexagone vielleicht noch passend zur Outline schneiden, dann wird es noch harmonischer. Luft nach oben gibt es immer…Schritt für Schritt.

8 Gedanken zu „Korkpads auf Kitesurf-Directional“

    1. Für das Schreiben einer Bauanleitung habe ist bisher leider noch nie die Zeit gefunden. Das rutscht in der Prioritätenliste immer nach unten, wenn ich neue Boardideen habe oder Wind ist. :-)

      Aber ich habe jetzt gerade meine Werkstatt aufgeräumt und neu (blau!) gestrichen, das wäre eigentlich der richtige Zeitpunkt, um das mal anzugehen.

  1. Hallo Tobias.
    Ich habe auch schon Kork auf ein Alaia geklebt.
    Leider ist das sehr schnell abgebröselt.
    Wie habt ihr das aufgeklebt das es hält.

    Viele Grüße

    1. Wenn ich Kork vollflächig verklebe, benutze ich PU-Leim. Bei den Hexagonen habe ich wegen der Zwischenräume transparenten Pattex genommen…böse böse. :-/

      Ich hatte vor einiger Zeit auch einmal einen Kontaktkleber auf Wasserbasis getestet. Der hat sich aber leider nicht bewährt. Ich hoffe, dass es irgendwann eine umweltfreundliche (und geruchsneutrale) Alternative gibt.

      1. Danke für die Antwort.
        Ich habe beim letzten auch ein sprühkleber verwendet.
        Das Kork war 3mm stark und Roh von einer Rolle. Es bricht schon sehr leicht wenn es gebogen wird. Vieleicht schon das falsche Kork verwendet?
        Oder wird es nochmal versiegelt nach dem aufleimen?
        Habe beim letzten SUP schwarze Moosgummi Pads aufgeklebt. Aber das Kork passt optisch viel schöner
        Viele Grüße

        1. Ich versiegele die Kork-Decks immer noch zusätzlich mit Lanolin (Wollwachs von Schafen), damit sie kein Wasser aufnehmen. Außerdem wird das Lanolin in Verbindung mit Wasser leicht klebrig. Super zum Springen! :-)

  2. Hi Tobias, mein nächstes SUP braucht bals ein Ventil. Kann man bei Dir noch FCS Ventile kaufen? Wär super.
    Gratulation zum schönen Brett. Ich habe auch vor FCS adaptierte Korkpads zu kleben und überlege, ob Kork eine Profilierung mit der Fräse verkraftet…
    LG aus Würzburg
    Andreas

    1. Hallo Andreas,

      für die Profilierung mit der Oberfräse benötigst du sehr feinporigen Kork. Generell ist eine Profilierung aber nicht nötig, Kork hat ordentlich Grip. Aber cooler sieht es natürlich mit Profil aus.

      Sag einfach Bescheid, wenn du Ventile benötigst! LG, Tobias

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