Tag: Modern Planing Hull (MPH)

Am Windlimit

Im Sommer muss man nehmen was kommt. Und bei Ostwind-Phasen liegt die Windvorhersage in Kiel manchmal etwas daneben. Und so kamen gestern Abend den prognostizierten 14-20 Knoten leider nur maximal zehn an.

Aber das Wetter war ein Traum und es war die perfekte Gelegenheit das neue 5,4er bei absoluten Leichtwindbedingungen zu testen. Und um es vorweg zu nehmen, es schlug sich ziemlich tapfer!

5,4er Vanguard-Shape aus Paulownia

Der aktuelle Shape-Trend von Surfboards mit abgeschnittener Nose und Tail bietet viele positive Eigenschaften. Die Boards gehen früh los, sind wendig und ziehen viel Höhe. Durch die gleichmäßige Gewichtsverteilung erleichtern sie zudem das Finden der Standposition und besitzen Vorteile beim Strapless-Springen.

Mein 5,6er Vanguard fahre ich sehr gerne beim schwachen Windbedingungen und kleinen Wellen. Außerdem schätze ich die Unkompliziertheit bei Halsen. Der Shape ist einfach perfekt, um Halsen zu üben. Ich wünschte, ich hätte dieses Board schon vor vier Jahren  gehabt. Der Einstieg in die Welt der Directionals wäre soviel einfacher gewesen. :-)

Bei starkem Wind stößt das 5,6er jedoch aufgrund seiner großen Gleitfläche jedoch an Grenzen. Es wird dann zunehmend unruhiger und das Ankanten des Boards wird durch das breite Heck immer schwieriger.

Da der Shape aber wirklich Potential hat und ich ihn auch gerne bei stärkerem Wind ausprobieren möchte, habe ich jetzt noch eine kleinere Version gebaut – in 5,4’er Größe.

Erster Test des neuen Vanguard-Boards in Heidkate

Heute war es soweit. Kurz vor Sonnenuntergang war noch Zeit für eine kleine Kitesession in Heidkate. Relativ perfekte Bedingungen  – Sonne, wolkenloser Himmel und konstante 16-20 Knoten aus Nordwest.

In den kleinen, steilen Kabbelwellen schlug sich der Vanguard-Shape ziemlich wacker. Ein kleiner Erfahrungsbericht.

Vanguard-Surfboard 5,6′ fertig (nach diversen Rückschlägen)

In einigen Artikel konnte man das Kite-Surfboard mit dem modernen Vanguard-Shape schon während des Bauprozesses und bei der farbigen Gestaltung des Unterdecks mit Holzlasuren sehen.

Bei der abschließenden Versiegelung ging leider alles schief, was schief gehen konnte. Der neue Yachtlack trocknete nicht, da zu dick aufgetragen, und ich musste das komplette Board inklusive Holzlasur-Design wieder runter schleifen.

In einer Nacht-und-Nebelaktion furnierte ich die Spuren des GAUs kurzerhand mit französischem Nussbaumfurnier über. Zumindest dieser Eingriff glückte perfekt. Man sieht kaum, dass die Beschichtung nachträglich geschah.

Aber damit war es leider noch nicht ausgestanden…

Allround-Wave SUP aus Holz mit Fishtail ist fertig

Der Bau des neuen Stand-Up-Paddleboards hat sich etwas verzögert. Die Entwicklung der verschieden, konstruktiven Detailpunkte sowie die schiere Menge des zu verarbeitenden Holzes benötigten einfach mehr Zeit als bei einem kleinen Surfboard.

Nun ist das SUP aber fertig und nur die Oberfläche muss noch poliert werden. Bevor am Sonntag der erste Test auf  der Kieler Förde stattfindet, gibt es hier vorab einige Fotos.