Das 5,10′ basiert auf einem meiner ersten Kite-Directionals, welches ich noch in Hollow-Wood-Konstruktion gebaut habe. Das erste Board fuhr sich extrem gut, war jedoch konstruktionsbedingt leider knüppelhart.

Die Neuauflage hat einen Schaumkern und oben eine komfortable Korkauflage. Ich bin gepannt, ob die Kombination jetzt perfekt ist.

Corky mit XPS-Kern und Flachsfaser-Verstärkungen

Die Konstruktion des neuen Surfboards ist simpel. Der Blank ist aus XPS-Schaum, der unten mit 2-3 Millimeter Paulownia und oben mit Kork verkleidet wurde. Der Standbereich ist durch Flachfaser verstärkt. Das war es auch schon.

Schlankes 5,10er Kite-Directional

Die Futures Finnenkästen habe ich, der besseren Optik willen, mit Mahagoni überfurniert. Das kräftige Rotbraun des Mahagoni bildet einen schönen Kontrast zum hellen Paulownia.

Versiegelt habe ich die Unterseite mit einem Rest Bio-Epoxy, den ich noch hatte. Das relativ dickflüssige Epoxy ist erstaunlich gut verlaufen. Die Oberfläche ist echt gut geworden.

Channels

Beim Unterwasserschiff wollte ich einmal etwas Neues ausprobieren. Die Kombination von 5-Finnen-Setups mit mehreren Channels sieht einfach geil aus. Der Übergang von einem konkaven Mittelteil in die Channels ist jedoch kniffelig. Es ist auch jetzt leider noch nicht perfekt geworden – in einem Bereich ist der Übergang etwas unharmonisch plan ausgefallen. Aber Übung macht den Meister – das nächste Multichannel-Board ist schon in der Pipeline.

Jetzt muss es nur mal wieder Wind geben, damit ich das 5,10’er testen kann.

Alle Charaktermerkmale des Boards sind auf größtmögliche Kontrolle ausgelegt. Angleiten ist Nebensache. Optimal dürften Bedingungen mit starkem Wind und mittelgroßen Wellen sein. Also hoffe ich einmal auf 6-7 Windstärken aus Ost-Nordost, dann ist es hier in Kiel perfekt.

Board-Daten

Maße: 5,10′ (179,0 x 46,0 x 5,1 cm)
Volumen: 27,5 Liter
Gewicht: 2,8 kg (ohne Finnen)

Show CommentsClose Comments

6 Comments

  • Thorben
    Posted 11. August 2020 at 18:16 0Likes

    Hallo Tobias, Ich habe deinen Blog gerade erst entdeckt und förmlich verschlungen.
    Allerdings habe ich jetzt so viele Fragen!
    Ich würde mir gerne ein eigenes Skim-Board bauen und finde deine Projekte taugen als wirklich tolle Vorlage. Ich dachte an was ähnliches wie dieses, natürlich ohne Finnen.
    Woher beziehst du deinen Schaumkern? Woher bekommst du das Pauwlonia Holz und die Flachsfaser? Ich bin auch kein Freund von Epoxyd. Allerdings ist das wohl notwendig, um die unterseite im Sand nicht zu beschädigen. Ich möchte eine Fomyboard mit Holzverkleidung, vllt sogar Korb bauen.
    Hast du evtl. ein paar Tipps auf was ich achten sollte?

    • Tobias
      Posted 13. August 2020 at 09:45 0Likes

      Die Schaumkerne habe ich hauptsächlich von alten Windsurfboards und SUPs upgecycelt.

      Beim Paulownia habe ich zuerst immer die Leimholzplatten von BAUHAUS verwendet. Die Qualität ist allerdings durchwachsen. Da muss man wirklcuh jede Platte vorher genau ansehen (Achtung Spachtelstellen!). Später habe ich über Beziehungen günstig einen Kubikmeter Paulownia aus Spanien bekommen. Davon zehre ich bisher noch.

      Flachsfaser bekommst du beim Flachsshop. Das wird sogar regional hier bei mir hier oben auf Fehmarn hergestellt.

      Ansonsten wist die Gleitfläche bei einem Skimboard echt eine Herausforderung. Da führt wohl kein Weg an Epoxy vorbei.

  • Surfdude
    Posted 31. Mai 2019 at 08:21 0Likes

    Ich hab mal nach Rollkork gegoogelt, 4mm stark wiegt bald 1kg/m². Ich nehm an, Du verwendest eher 2mm Material.
    Noch ne Frage, weil man es auf den Bildern nicht erkennen kann, was machst Du mit dem Kork am Rand, schleifst Du ihn runter oder setzt Du in eher ein, so ähnlich wie ein Furnier? Ich furniere meine Decks und kleb dann die Rails, quasi übers Furnier zunächst überstehend, was dann aber aufs Furnierstärke verschliffen wird. Auf den Bildern sieht es aus, wie wenn der Rollkork über die Rails gezogen wird, aber dann müsste ja irgendwo eine Kante sein?
    LG

    • Tobias
      Posted 4. Juni 2019 at 08:29 0Likes

      Ich verwende 3mm Rollkork, nach dem Schleifen bleiben davon dann wahrscheinlich 2mm effektiv über. Den Rollkork ziehe ich rundherum über die Rails. An der Nose und am Tail schlitze ich ihn ein, wie man es auch beim Laminieren mit Glasfaser macht, und und verklebe alles in einem Arbeitsgang. Durch die Korkstruktur sieht man die Einschnitte hinterher überhaupt nicht.

  • Surfdude
    Posted 1. März 2019 at 12:18 0Likes

    Tolles Brett, zwar zum Kiten, gibt aber Ideen…
    Was für Kork verwendest Du und ist der noch versiegelt, rutsch man, wenn es naß wird? Ich nehme an, Du hast das Holz und den Kork im Vakuum auf das EPS gebracht, richtig? Ist über dem Holz noch Glas, oder nur Bio Epoxy? In der Richtung könnte man auch eine Art Softboard bauen.
    Danke fürs Präsentieren!

    • Tobias
      Posted 1. März 2019 at 17:02 0Likes

      Ich verwende üblichen Rollenkork, wirklich nichts Spezielles. Holz und Kork sind natürlich per Vakuum verleimt.

      Auf dem Holz ist nur Bio-Epoxy – kein Glas. Den Kork kann man theoretisch „pur“ fahren. Ich imprägniere ihn jedoch immer noch mit Lanolin à la Grant Newby, dann nimmt er weniger Wasser auf und klebt etwas.

      Unter dem Kork sollte man aber zumindest den Standbereich verstärken durch Holz, Flachsfaser, etc. Sonst gibt es ganz schnell hässliche Beulen.

Leave a comment

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.